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Rohstoff Papier: Von Natur aus nachhaltig

Wenn es um die Nachhaltigkeit von Druck und Papier geht, ist es wichtig zu wissen, dass die europäische Papierindustrie weltweit führend ist, wenn es um nachhaltig beschaffte Rohstoffe, erneuerbare Energien und Recyclingquoten geht.

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder spielen dabei auch in der Druckindustrie eine unverzichtbare Rolle. Übrigens: Zwischen 2005 und 2020 werden die europäischen Wälder um 58.390 Quadratkilometer wachsen - das ist eine Fläche größer als die Schweiz und entspricht mehr als 1.500 Fußballfeldern pro Tag!  Quelle: FAO-Daten, 2005-2020

Die Papierindustrie nutzt zudem anerkannte forstwirtschaftliche Zertifizierungssysteme. Damit wird sichergestellt, dass die Frischfasern aus nachhaltigen Quellen stammen. Papier wird in hohem Maße recycelt und in Europa durchschnittlich 3,8 Mal wiederverwendet.

Im Jahr 2020 werden in Europa insgesamt 56 Millionen Tonnen Papier gesammelt und recycelt, was einer Recyclingquote von 74 % entspricht. Dies liegt nahe an dem geschätzten praktischen Maximum von 78 %.

Digitaldruck: Von Natur aus umweltschonend.

Vor allem bei kleinen und mittleren Auflagen ist der Digitaldruck eine umweltfreundliche Option.

Durch die neuesten innovativen und umweltschonenden Drucktechnologien ist bei uns eine ökologische Druckproduktion im Digitaldruck gewährleistet. 

Der Digitaldruck schont Ressourcen, da bei diesem Druckverfahren kaum Makulatur anfällt. Ganz im Gegensatz zum Offsetdruck.

Print-on-Demand: Von Natur aus ressourcenschonend.

Digitale Druckverfahren sind material- und energiesparend. Wenn man wie wir, zusätzlich auf Print-on-Demand spezialisiert ist, dann hat man in Punkto Umweltschutz die Nase sehr weit vorn. Kein Ausschuss, keine unnötige Lagerhaltung und keine Druckprodukte die irgendwann im Müll landen weil sie längst überholt sind. Konsequent nur drucken was wirklich gebraucht wird, das ist nur im Digitaldruck möglich.

Aus diesem Grund ist die Bedeutung des PEFC* – Umweltsiegels immens. Wer nach dieser Zertifizierung produziert, steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Holz. Denn nur Holz- und Papierprodukte, die ein aufwändiges Prüfverfahren durchlaufen haben, erhalten dieses begehrte Zertifikat. Als Mitglied der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände unterstützen wir unsere Kunden weiterhin bei der Berechnung des CO₂-Fußabdrucks ihrer Druckprodukte sowie bei der transparenten Kommunikation von Umweltinformationen.

*PEFC-Lizenznummer: PEFC/04-31-2851

Weil uns Qualität und Umwelt am Herzen liegen.

Durch die Umsetzung der Anforderungen der ISO 14001 reduzieren wir beispielsweise den Energie- und Wasserverbrauch, verringern die Abfallmengen und vermeiden umweltbelastende Stoffe. Für unsere Kunden bringt die Zertifizierung nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile.

Sie ist ein wichtiges Instrument, um Druckprodukte umweltgerecht, ressourcenschonend und verantwortungsbewusst herzustellen. Newsbeitrag ansehen

Alle Zertifizierungen:

PEFC Chain of Custody Certified   DIN EN ISO 14001:2015:Standort Bretten 

Papierverbrauch: nur geringe Treibhausgas-Emissionen.

Der Papier-, Zellstoff- und Drucksektor verursachte 2022 in der EU-27 rund 20,46 Mio. Tonnen CO2. Bezogen auf die gesamten CO2-Emissionen der EU-27 entspricht dies rund 0,8 % - damit gehört die der Sektor zu den Branchen mit dem geringsten Treibhausgasemissionen. So sind die Kohlendioxidemissionen der Papierindustrie in 2019 um 44,8 % und 2021 um 51 % pro Tonne gesunken. Darüber hinaus ist die europäische Zellstoff- und Papierindustrie der größter industrieller Nutzer und Erzeuger erneuerbarer Energie in Europa / der EU. Der Biomasseanteil am Brennstoffeinsatz lag 2021 bei 60,5 % und 2022 bei 62,2 %.

Als grober Orientierungswert wird für Europa ein durchschnittlicher Papier- und Kartonverbrauch von 119 kg pro Kopf und Jahr angegeben. Die damit verbundene rechnerische Emission wird auf rund 73 kg CO2e beziffert; das entspräche etwa 600 km Fahrleistung eines neuen europäischen Pkw nach dem 2018er Emissionsdurchschnitt. Diese Werte sind jedoch abgeleitete Vergleichsgrößen und keine amtliche Gesamtbilanz des individuellen Papierkonsums.

Quellen: TwoSides | Cepi

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Häufige Fragen zu CO₂-Kennzeichnungen bei Druckprodukten

Warum ändern sich die Regeln für CO₂-Kennzeichnungen?

Die EU hat neue Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen beschlossen. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen („Greenwashing“) zu schützen.

Diese Vorgaben werden in Deutschland ab 27. September 2026 umgesetzt.

Dürfen Begriffe wie „klimaneutral“ oder „CO₂-kompensiert“ künftig nicht mehr verwendet werden?

Solche Aussagen dürfen künftig nicht mehr verwendet werden, wenn sie ganz oder teilweise auf einer Kompensation von CO₂-Emissionen beruhen.

Deshalb müssen viele bisher bekannte Kennzeichnungen angepasst werden.

Ab wann gelten die neuen Regeln?

Die neuen gesetzlichen Vorgaben gelten ab:

27. September 2026

Für Produkte, die gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern beworben werden, dürfen entsprechende Kennzeichnungen danach nicht mehr verwendet werden.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Wenn Sie Fragen zur CO₂-Berechnung, zu Umweltinformationen oder zu den neuen gesetzlichen Anforderungen haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie bei der transparenten und rechtssicheren Kommunikation von Nachhaltigkeitsinformationen zu Ihren Druckprodukten.

Bedeutet das, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht mehr möglich sind?

Nein.

Weiterhin möglich sind:

  • die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks von Druckprodukten
  • Investitionen in Klimaschutzprojekte
  • transparente Informationen über Emissionen und Maßnahmen

Lediglich die bisherigen Produktkennzeichnungen müssen angepasst werden.

Kann ich weiterhin den CO₂-Fußabdruck meines Druckprodukts berechnen lassen?

Ja.

Die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks eines Druckprodukts bleibt weiterhin möglich und sinnvoll. Diese Informationen können auch künftig transparent kommuniziert werden.

Wird es künftig neue Umweltkennzeichnungen für Druckprodukte geben?

Ja.

Die Branche arbeitet derzeit an einer Weiterentwicklung der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände. Ziel ist ein neues Zertifizierungssystem mit unabhängiger Prüfung, das den zukünftigen gesetzlichen Anforderungen entspricht.